Projektkontext

Entwicklung des Forschungsdatenmanagements

Nationale Forschungsdateninfrastruktur NFDI

Die zentralen strategischen und damit auch langfristigen Fragestellungen des Forschungsdatenmanagements sind sowohl 2015 von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) als auch sehr aktuell im Juni 2016 durch den Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) adressiert worden.
Ein ganz wesentlicher Punkt ist die durch das RfII-Papier dargestellte Sichtweise der Forderung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), die langfristig entstehen und für eine Grundversorgung mit Speicherinfrastrukturen und Services im Kontext Forschungsdatenmanagement sorgen soll. Bis zur Umsetzung der NFDI (10-15 Jahre) wird es in Bezug auf die Speicherung und Vorhaltung von Forschungsdaten an Hochschulen Übergangslösungen geben. Dabei kann der Aufbau eines institutionellen Repositoriums eine Lösung sein. Die Schaffung von kostenintensiven Insellösungen ist aber möglichst zu vermeiden, um die Interoperabilität sowie die Migrierbarkeit und damit die Anschlussfähigkeit an möglicherweise entstehende fachspezifische oder nationale Lösungen zu sichern.
Damit verbunden ist auch eine der zentralen strategischen Fragestellungen für Hochschulen, ob auf dem Weg zur NFDI für die Vorhaltung/Speicherung von Forschungsdaten lokale Speicherstrukturen nötig sind oder bestehende externe Angebote genutzt werden können.
Exemplarisch soll dies an den Universitäten Duisburg-Essen und der RWTH Aachen untersucht werden, die durch ihre Größe, ihre verschiedenen Schwerpunkte und grundsätzlich verschiedenen Strukturen geeignete Rahmenbedingungen aufweisen, um das Vorhaben in der für eine Verallgemeinerung notwendigen Breite anzugehen.

…auf dem Weg zur NFDI

Die Erfahrungen an der RWTH mit der dort entwickelten lokalen Lösung und der fachlichen Austausch zwischen den Hochschulen in NRW im Rahmen der Digitalen Hochschule NRW (früher DV-ISA) zum Thema Forschungsdatenmanagement haben bei den beteiligten Hochschulen die Frage aufgeworfen, welche Lösungen sie für die Vorhaltung von Daten für die Disziplinen anbieten können, in denen keine nationalen oder internationalen Repositorien genutzt werden können (s. Abbildung 1).

Abbildung 1: Exemplarische Möglichkeiten zur Speicherung/Vorhaltung von Daten an Hochschulen auf dem Weg zur NFDI

Derzeit kann an deutschen Hochschulen (vor allem Universitäten) die Tendenz beobachtet werden, institutionelle Repositorien für Daten aufzubauen und zu betreiben. Diese Repositorien sind in ihrer technischen Konzeption sehr unterschiedlich und es ist ungeklärt, inwiefern diese vereinzelten Lösungen kompatibel sind und sich in die in etwa 15 Jahren aufzubauenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) überführen lassen.

Hier setzt das Projekt UNEKE mit der Entwicklung eines strategischen Konzepts an (weiter zum Arbeitsprogramm).

Links

forschungsdaten.org

FDM an der UB Duisburg-Essen

Forschungdatenmanagement der RWTH Aachen

Empfehlungen und Stellungnahmen

Rat für Informationsinfrastrukturen – Diskussionspapier 2017
Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (2015)

Netzwerk

forschungsdaten.info

Digitale Hochschule NRW